Erziehung eines Welpen

Einen Welpen erziehen, eine schöne Sache.

 

Wie beginnen wir?

Vor allem warten wir die Eingewöhnung ab. Die dauert in der Regel 2 - 3 Wochen.

Der Kleine Hund muss sich erst zurecht finden und an seine neuen Bezugspersonen und Umgebung gewöhnen.

Nicht desto trotz kann schon begonnen werden.

Vom ersten Tag an bauen wir Vertrauen und Beziehung auf. 

Wir geben ihm das Gefühl, dass er sich geborgen und willkommen fühlt. 

Wir reagieren vom ersten Tag an positiv auf Verhalten das wir begrüssen und belohnen ihn sofort für das.

Um die Beziehung und so auch das Vertrauen aufzubauen, muss ein neuer Hundebesitzer viel machen, aber niemals den Hund bedrängen. 

Wir setzen uns auf die Decke am Boden, so sind wir einigermassen auf Augenhöhe mit ihm. Wir warten geduldig und schauen wie der Hund sich dabei verhält.

Nichts ist schrecklicher für den Hund als einen für ihn, übergrossen Menschen vor sich zu haben. Das ist auch bei Erwachsenen Hunden so.

 

Richtiges Verhalten gegenüber einem Hund.

Wir gehen in die Knie und drehen uns mit dem Körper seitlich zum Hund. Also wir machen uns klein.

Wir meiden der direkten Blickkontakt. 

So, nun hat der Hund die Möglichkeit sich von selber dem Menschen zu nähern.

Braucht dann und wann etwas Geduld, wenn es sich um einen eher ängstlichen Hund handelt.

Hat er ein wenig Vertrauen, ja und manchmal ist es auch die Neugier und nähert sich dem Mensch, nicht sofort mit der Hand nach ihm reichen. Er soll die Gelegenheit zu schnüffeln und zu entdecken. Kommt er nahe zu ihnen können sie die Hand reichen und schauen wie er reagiert. 

Die Gabe eines Leckerlis kann vorsichtig mit langsamen Bewegungen hingehalten werden. Kommt er bereitwillig und holt sich die Belohnung, hat er bereits einen Schritt auf sie zu gemacht.

Ich verwende gerne kleine Stücke von einer Cervelats oder Käse. Einfach alles was der Hund liebt. Es gibt auch im Zoofachhandel extra kleine Leckerli.

Stellen sie nicht vor den Hund und beugen sie sich nicht über den Hund um ihn anzufassen, er wird es als Bedrohung empfinden. 

 

 

 

Wie gewöhnen ihn an seinen Namen.

Ich spreche den Namen mit ruhiger Stimme aus.

Sobald er auch wann es nur durch eine kleine Bewegungen der Ohren ist, bestätige ich ihn. 

So lernt er auf seinen Namen zu hören. Er weiss, dass wenn er dieses Wort hört auch er gemeint ist. 

Diese Konditionierung ist relativ schnell abgeschlossen.

 

Einen Schritt weiter.

Ein Sitz oder Platz.

Wir drücken dem Hund NICHT auf die Kuppe oder ziehen auch NICHT an den Beinen.

Ein Sitz.

Wir nehmen ein Leckerli und ziehen es in sitzender Position über den Hund. 

Er schaut dem Leckerli nach und geht hierfür mit dem Körperschwerpunkt nach hinten. So kommt ganz von alleine und ohne Druck ein Sitz zu Stande. 

Sobald er den Boden mit dem Gesäss berührt, wird er belohnt.

Das geschieht noch alles ohne verbale Signale. 

Das Signal kann gesagt werden, sobald er sein Verhalten zuverlässig zeigt.

Dazu wird das Leckerli über den Hund gezogen und das Wort Sitz gesprochen.

So konditioniert man ein Sitz.

Ohne Druck und Gewalt.

Sollte es noch nicht gelingen, brechen sie ab und lassen den Hund in Ruhe.

Er wird erschöpft sein und sich eventuell hinlegen. 

Denken sie daran, diese kurze Übung hat Nachhaltigkeit. 

Es kann sehr gut möglich sein, dass er für sich diese Sequenzen verarbeitet und später weiss, was er machen soll. Oder einfach gesagt, es kann sein das es beim nächsten Versuch klappt.

 

Das Platz

 

Wir zeihen nicht an den Vorderbeinen um ihn ins Platz zu bringen.

Wir nehmen ein Leckerli in die Hand so das er zuschauen kann. 

Wir nehmen es in die Handinnenseite und machen eine leichte Faust.

Wir drehen die Hand nach unten und halten sie vor dem Hund auf den Boden. Er wird versuchen dieses Leckerli zu finden, da die Hand nach unten gedreht ist, wird er sich hinlegen um es besser zu beriechen. 

So haben sie ohne Worte ein Platz eingefordert. Es braucht keine Berührung am Hund und er fühlt sich nicht bedrängt. 

Diese Übung machen sie nacheinander. 

Zuerst ein Sitz und gleich anschliessend ein Platz.

So entsteht eine Verhaltenskette. 

Am Strassenrand, bei Begegnungen oder Warten können sie auch das Sitz üben. 

Sie nehmen dazu ein Leckerli in die Führhand. Bevor sie stehen bleiben ziehen sie ihm das Leckerli vor die Nase. Er wird sich darauf konzentrieren. Beim Anhalten gehen sie leicht an die Aussenseite des Hundes und nach hinten. Er geht ins Sitz. 

Ich bevorzuge es immer bei Strassenüberquerung oder kreuzen mit Pferd, Velo und Fussgänger den Hund bei sich zu halten oder in die Sitzposition zu bringen.

 

Am Anfang übe ich mit den Hunden wortlos, immer wieder auf die gleiche Art, später sage ich zu dem Verhalten auch das bestimmte Wort. So konditioniere ich das verbale. 

Auch Handzeichen werden zum Wort eingeführt. Handzeichen kann man später bei Distanzarbeit einsetzen, was manchmal sehr nützlich ist. 

Aber bitte erst nach geraumer Zeit mit dem vollen Programm auffahren.

 

Denken sie daran.

Ein Welpe kann auch schnell überfordert sein.

Es bringt nichts, wann sie zu lange arbeiten. Lieber 3-5 Minuten und das 4-6 mal am Tag.

 

Auch Umgang mit anderen Hunden sollte mit einem guten Auge beobachtet werden. 

Nicht immer ist ein Spiel auch nur ein Spiel. 

Viele unterschiedliche Hunde haben auch eine verschiedene Kommunikation. Oft verstehen sie sich nicht und Missverständnisse können auftreten. 

Halten sie die Körpersprache im Auge.

Unterbrechen sie das Spiel regelmässig.

Benützen sie die Pausen um zu beruhigen. 

Zu starke Impulse in einer Gruppe können auch zu Übersprunghandlungen führen.

Auch kann sich eine Rauferei negativ auswirken. 

Achten sie darauf, dass in der Gruppe alle Hunde in etwa das selbe Alter haben und in der gleichen Grösse sind.

 

Lassen sie ihrem Welpen genügend Zeit und Erholungsphasen. 

Gewähren sie ihm auch Rückzugsorte. 

An Rückzugsorten darf er seine absolute Ruhe haben ohne gestört zu werden. 

 

 

 

 

 

 

 

Ausdrucksverhalten beim Hund

 

Ich beobachte oft Menschen mit ihren Hunden. Sei es beim spazieren oder in der Stadt beim Ladenbummel, beim plaudern mit Freunden oder im Kaffee. Sie haben ihren Hund an der Leine und beachten ihn sehr wenig. Sie sehen dabei nicht wie sich der Hund fühlen könnte, geht es ihm gut oder ist ihm unbehagen. Sieht er einen andern Hund, dass er auf einmal an der Leine zerrt oder was könnte er sonst vorhaben. Warum sollte ein Hund dem Menschen mehr Beachtung schenken als er bekommt? Manchmal haben diese Menschen noch das Gefühl, der Hund gehorcht nicht oder er bindet sich zu wenig an seine Bezugsperson. Für die Bindung braucht es nicht nur den Hund, nein ein grosser Teil der Bezugsarbeit sollte auch vom Menschen geliefert werden. Einem Hundehalter dem es viel Wert ist, eine gute Beziehung zu seinem Hund zu haben, muss auch dessen Aufmerksamkeit grössten Teils haben. Er muss interessant sein für seinen Vierbeiner und immer das Wichtigste. Der Hund muss wissen, dass er Vertrauen kann, dass sein Mensch zu jeder Zeit beschütz und er ihn vor Unheil hütet. Ein Spatziergang sollte nicht nur die Bedürfnise des Menschen befriedigen, nein er sollte so eingerichtet sein, dass auch der Hund seinen Spass hat.  Bedenken Sie bitte, wo der Hund länger als 3 Sekunden hin schaut, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch gleich hingehen. Schon deshalb ist es immer wichtig, seinen Hund zu beobachten und im Auge zu behalten. Nur so können wir erkennen und lernen, was den Hund gerader interessiert, nur so können wir seine Kommunikation erlernen, durch Beobachtungen.

Glauben Sie mir, der Hund bemerkt alles was seinen Menschen bedrückt, oder er weiß genau was er machen muss, um wenigstens ein wenig Aufmerksamkeit zu erlangen, den auch negative Aufmerksamkeit ist besser als gar keine. Achten Sie sich bitte einmal darauf, wie Ihr Hund reagiert, sobald es Ihnen nicht gut geht, sei es in psychischer oder körperlicher Sache. Ein Hund möchte immer, dass es seinem Menschen gut geht!

Warum achten Menschen zu wenig auf ihre Hunde? Weil es vielleicht selbstverständlich ist, das der treue Begleiter alles mit macht. Oder weil........

Viele kennen die Körpersprache nicht, sie sehen nicht wenn ihr Hund sich unwohl fühlt, sie erkennen nicht die Körperspannung und den Gesichtsausdruck. Oft fühlen sie nicht mit dem Hund mit.

Die Mitmenschen haben so schon viele Vorurteile gegenüber den Hunden. Es gibt viele Rassen die von den Medien mit ihrem Namen erschlagen werden. Listenhunde müssen Abneigungen der Menschen ertragen und auch nicht selten darunter leiden, haben sie das verdient?  Es gibt auch Rassen, die haben noch keine Präsenz auf der Liste, jedoch sind sie von Vorurteilen geprägt. Was wir wissen müssen, es kommt kein Hund böse oder aggressiv zur Welt, nein er wird von Menschenhand geprägt. Ein Hund bellt, zeigt vielleicht noch die Zähne, runzelt den Nasenrücken! na na, was denken sie jetzt? Ein aggressiver Hund, der Hundehalter hat ihn nicht im Griff usw. Wir lesen in der Zeitung; Ein Hund hat wieder zugebissen, es war ein Kampfhund der Rasse....

In England ist die Rasse Amstaff ein Nanni Hunde.

In Amerika ist die gleiche Rasse ein Kampfhund, er wird dort auch dazu ausgebildet unter grausamsten Bedingungen.

 

Würden alle Hundebesitzer lernen ihren Hund zu lesen und zu verstehen, wäre es wesentlich einfacher für die Hunde, mit uns Menschen zusammen zu leben. Der Hund macht schon so, sehr viel um dem Menschen zu gefallen. Es gibt kein anderes Tier als der Hund, der sich so am Menschendasein anpasst und gewillt ist sein Leben vollumfänglich mit ihm zu teilen.

Solange Menschen nicht bereit sind, ihren Hund kennen und verstehen zu lernen, sind die Hunde an viele Stressoren ausgesetzt. Auch bei Hunden führen Stresssituationen zu negativen Auswirkungen im Organismus. Kontrollverluste über Situationen schaden bekanntlich immer. Auch können wir beobachten wie die Tiere sich selber schützen. Sie haben Angst in irgendwelchen Situationen, hier versuchen Hunde den Blick abzuwenden, sie unterbrechen von selber den Sichtkontakt. Durch dieses Verhalten können sich die Hunde selbstregulieren.

Auch habe ich schon beobachtet wie sich Hunde selber verletzen. Sie lecken sich wund, sie beißen sich selber, sie haben ungewöhnliche Bewegungsmuster usw.

Auch zu oft alleine gelassene Hunde können sehr stark darunter leiden, sie vereinsamen und werden krank.

Diese Hunde könnten psychische Schäden von irgendwelchen Stressoren erlitten haben und können nicht mehr damit umgehen.

 

Hier verweise ich auf die Vernunft der Menschen. Das Bewusstsein darüber zu haben, welche Verpflichtung jemand auf sich nimmt, sollte er über die Anschaffung eines Hundes denken. Ein Welpe ist wie jedes Jungtier einfach nur wunderschön. Vergessen wir aber dabei nicht, der Welpe wird einmal groß und ist vielleicht danach  nicht mehr so süß und knudelig, vielleicht sogar eine Last. Ein Hund kann je nach Rasse, zwischen 10 und 15 Jahre alt werden, wenn alles gut geht. An dieser Stelle sollten Sie sich die Frage stellen, bin ich bereit mein Leben zu einem großen Teil einzuschränken und für den Hund da zu sein. Habe ich genug Zeit für den Hund, kann ich ihm ein Leben bieten dass er verdient hat, dass er sich auch wünscht. Habe ich die Zeit in angemessen zu Beschäftigen. Bitte überlegen Sie sich das genau, den ein unglücklicher Hund ist nicht der Schlüssel für die Zukunft, auch nicht aus Hundesicht. Damit wollte ich nur sagen, dass ein Tier nicht aus einer Laune heraus angeschafft werden sollte, sondern sehr bewusst.

 

Und nun möchte ich Ihnen ein wenig über die Körpersprache erzählen.

 

Was ist Ausdrucksverhalten?

Es ist die Gesamtheit der äußeren Gestalt die am Ausdruck beteiligt ist.

 

Das Gesicht:

Das Gesicht ist wie bei Menschen, ein wesentlicher Bestandteil des Ausdrucks. Er hat auch viele Möglichkeiten seine Stimmung über die Augen, den Fang und die Ohren zu zeigen. Ist der Fang stark geschlossen zeigt er damit eine hohe Anspannung. Auch eine gerade aus dem Fang ragende, spaltförmige Zunge kann auf eine hohe Anspannung deuten.

 

Die Augen:

Die Augen sind das Ausdruckstärkst Element im Gesicht. Sie vermitteln Emotionen, man könnte schon fast vom Fenster zur Seele sprechen. Bei Hunden kann man Trauer, Freude und Angst darin sehen, wie auch bei den Menschen. Langanhaltende Blicke wirken auf die Hunde oft sehr bedrohlich. Wir Menschen sind uns nicht bewusst, wie wir auf Hunde wirken müssen, wenn man sie sehr intensiv anschaut. Bei einem Meide verhalten wird der Schädel oft weggedreht, aber die Augen bleiben auf den Stressor gerichtet.

Bei Ressource Verteidigung bleibt die Nase auf dem Objekt, aber die Augen richten sich auf die nähernde Konkurrenz. Unter Anspannung kann der Blick sehr hart werden, die Muskulatur um die Augenpartie verspannt sich und die es kommt zu fehlenden Bewegungen.

 

Die Ohren:

Durch viele Züchtungen kam es zu verschiedenen Ohrentypen. Die einen haben Stehohren, die anderen Schlappohren. Dies alles spielt jedoch bei Beobachtungen keine Rolle. Wichtig ist der Ansatz der Ohren zu beobachten. Die Muskulatur funktioniert bei allen Typen gleich. Die Ohren dienen auch der Kommunikation und der akustischen Wahrnehmung. Sie können konkret nach Geräuschquellen gerichtet werden.

Nach vorne gerichtete Ohren sind meist als neutral zu deuten.

Nach vorne und ober gezogene Ohren deuten auf ein Gefühl der Selbstsicherheit hin.

Bei Angst legen sich die Ohren mehr nach hinten, auch bei Begrüßungen legen sich mehr oder weniger nach hinten.

Bei Stress sind sie nach hinten und oben gezogen.

 

Ein Beispiel: Spielgesicht

Bei einem Spielgesicht wird am Spielpartner vorbei geschaut, der Blick geht ins Leere. Die Augen sind weit offen und können gerollt werden. Der Mundwinkel ist entspannt und das Maul ist wenig bis weit geöffnet. Die gesamte Mimik kann sich nach Situation immer wieder verändern.

Doch aufgepasst: jedes, noch so für den Menschen lustige Spiel kann unter Umständen schon lange kein Spiel mehr sein. Die Körperspannung, die Art die bei einem Spiel zugange geht, die Mimik und auch das Ausdrucksverhalten, müssen genau beobachtet werden. Ein Spiel kann unter Umständen schon lange bitterer Ernst sein. Hier geht es nicht mehr um Spiel, sondern um Dominanz und Unterlegenheit, um Macht und Gewinn. An dieser Stelle muss ein Spiel kontrolliert werden und somit auch unterbrochen. 

Es ist wichtig, dass eine erfahrene Person anwesend ist die die Zeichen dafür erkennen kann und auch dementsprechend reagiert. 

Ein kontrolliertes Spiel ist wichtig und beginnt bereits bei Welpen. Nur unter den günstigen Bedingungen kann auf diese Weise eine gute Sozialisation stattfinden. Auch die Körpersprache kann von den Hunden erlernt werden. Eine klare und deutliche Kommunikation ist das A&O. Diese beginnt vor allem bei gewissenhaften Hundehaltern.

 

Ein Beispiel: Sressgesicht

Bei einem Stressgesicht ist die gesamte Gesichtsmuskulatur angespannt und seitlich stark hervor getreten. Die Ohren sind zurückgelegt und die Mundspalte ist weit nach hinten gezogen und schmal.

 

Die Wirbelsäule und der Hals und die Rute:

Das Skelett macht einen großen Teil der Körpersprache aus.

In einer freundlichen Annäherung nimmt der Hund seitwärts Bewegungen ein. Diese eher kurvige Rückenlinie, da sich Becken und Rute aktiv Horizontal bewegen, gehören immer zur freundlichen und beschwichtigenden Körpersprache.

Bei Körperspannung nehmen die Seitwärtsbewegung ab.

Bei Angriff-, Lauer- oder Drohverhalten bildet sich eine relativ gerade und starre  Rückenlinie.

Bei Angst macht die Rückenlinie nicht selten in der Wirbelsäule eine Rundung. Da könnte man auch von einem zusammen ziehen sprechen, wie beim Mensch der Gänsehaut kriegt.

Auch von den aufgestellten Haaren wird oft vom grösser machen des Hundes  gesprochen, viele meinen auch es gehöre zum Imponiergehabe. Leider können die Hunde das nicht willentlich machen. Das aufstellen der Nacken- und Rückenhaare wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, also kann der Hund die Haare nicht bewusst aufstellen. Auch hier ist der Vergleich von Gänsehaut angepasster.

 

Die Rute:

Die Rute ist ein sehr wichtiges Kommunikation Werkzeug des Hundes. Hier kann man wirklich viel erkennen und beobachten.

Das Anheben des Rutenansatzes kann ein Bestandteil von Imponiergehabe sein, kann aber auch in freundlicher Absicht gezeigt werden.

Das Andrücken der Rute kann auf eine Ängstlichkeit schließen lassen, wird aber auch bei einer sehr konzentrierter Aufgabe/Tätigkeit gezeigt.

 

Ein Beispiel:

Ein Hund nähert sich einem Artgenossen mit angelegten Ohren, schlitzförmigen Augen, zurückgezogenen Mundwinkeln und eingeknickten Hinterbeinen. Er zeigt aktive Demut und submissives (fügsames) Verhalten.

Ethologie des Hundes

Ethologie des Hundes

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ethologie

 

Was versteht man unter Ethologie?

Es ist die Lehre von einer Spezies über ihr Vorkommen, ihre Sitten, ihren Charakter, ihre Gewohnheiten, ihre Bräuche.

In unserer Sprache kann auch von Verhaltensforschung, oder von Biologie gesprochen werden.

 

In meinem Kapitel möchte ich Ihnen ein wenig über die Ethologie des Hundes erzählen.

Die Geschichte des Hundes geht weit zurück in die Vergangenheit. Viele Menschen besitzen einen Hund und haben über die Entstehung, Verhalten und Herkunft nicht viel Wissen. Na ja, was soll ich sagen, der Hund gehört einfach zu unserem Leben.

 

Machen wir uns einmal ein paar Gedanken dazu.

 

Der Hund gehört zur Familie Caniden, zu den Hundeartige Raubtieren. Sie traten erstmals im Oligozän vor ungefähr 36 Millionen Jahren auf. Sie lebten damals vorwiegend in Nordamerika und ähnelten mit ihren kurzen Beinen, eher den Schleichkatzen, als den heutigen Hunden. Hier waren sie noch Nachtaktiv und lebten im Schatten der Riesenechsen.

 

Vor der Eiszeit gab es eine ruhige und lange Zeitspanne. Die klimatische Veränderung war nicht dramatisch und zog sich über eine große Zeitspanne hinaus. So hatten die Tiere zum Teil genügend Zeit sich anzupassen. Die Erde begann sich nach und nach mit Tieren zu füllen und die Säugetiere nahmen ihren Platz ein. Die Tiere lebten in Nachbarschaften und in einer guten Abstimmung zueinander.

Da es Veränderungen bedarf, wurden auch die Hundeartigen grösser und hatten im Laufe der Jahre längere Beine bekommen.

Das es zu einer sehr großen Verbreitung kam, hatten sie nicht zuletzt ihrer Schnelligkeit und ihr Gebiss zu verdanken. Mir ihren großen Eckzähnen waren sie in der Lage, Beute rasch zu überwältigen. Die starken Backenzähen zerreiben, oder zerschneiden diverse Kost wie Fleisch, Knochen, Insekten oder Früchte.

Als Zehengänger mit ihren langen Beinen, waren die Hundeartigen z.B. auch Füchse, leise und schnell, aber auch sehr ausdauernde Jäger. So konnten sie ihre Beute über einen langen Zeitraum verfolgen und zum Schluss auch meist stellen und erlegen.

 

 

Die Eiszeit begann:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Letzte_Kaltzeit

 

Gegen Ende des Tertiärs hörte diese ruhige Zeit auf. Südamerika driftete ab nach Norden. So kam es vor ca. 3 Millionen Jahren zu der Landbrücke zwischen den amerikanischen Kontinenten. Auch kam es so zur Abtrennung des stillen Ozeans und dem Atlantischen Meer. Der Passatwind, trieb die Wassermassen des Meeres in Richtung Westen und verursachte eine gewaltige Strömung, die den gesamten Erdball umkreiste. Durch die Verschiebung der Festlandsmassen, die nur nach Norden ausgerichtet möglich war, entstand der Golfstrom.

Dieser neue Meeresstrom verfrachtete von da an warme Wassermassen bis in den Nordatlantik. Das warme Wasser bracht das Packeis zum schmelzen und lies zugleich viel Wasserdampf in die Luft. So bildeten sich Wolken und Nebel, aber auch Stürme. Die Abweichung der Umlaufbahn der Erde und der Sonne reichten aus, den Wärmehaushalt der Erde stark durcheinander zu bringe, die Eiszeit begann. Seit da hatte es Warm- und Kaltphasen im Wechselspiel.

 

Die großen Säugetiere konnten besser mit Kälte umgehen. Die großen Körper verbrauchten weniger Heizenergie und hatten dementsprechend auch den größeren Speicher. Sie konnten in ihren größeren Körper die Wärme, die sie benutzen speichern und auch die Körpertemperatur so erhalten. Den kleineren Tieren viel dies deutlich schwerer. Es fingen viele Säugetiere mit der notwendigen Anpassung der Körpergröße an, doch viele hatten erhebliche Probleme damit, sie konnten sich nicht in der, für sie zu kurzen Zeit anpassen. Schwierig wurde noch dazu, dass es zu einer großen Trockenheit kam. Die feuchttropischen Regenwälder schrumpften und verschwanden. An diesen Stellen breitete sich, Steppen und Savannen aus.

Für sehr viele Großtiere war es fast unmöglich, sich diesen schnellen Veränderungen anzupassen. Diese Anpassungen hätten Jahrmillionen benötigt. So starben und verarmten viele Arten gänzlich aus.

Für einige Arten bedeutete die Eiszeit aber auch einen Vorteil. Den Vorteil der Hülle und Fülle. Das war vor allem die Chance für die, die Spezialisiert waren auf das sie Nichtspezialisiert sind. Zu diesen Nichtspezialisierten gehört, der Mensch und die Hundeartigen Raubtiere. Unter den Hundeartigen vor allem der Wolf und der Fuchs.

An dieser Stelle begann auch das Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch.

 

Der Habitus

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Habitus_(Soziologie

 

Beim Habitus handelt es sich immer um die gleich Gattung, sein Aussehen, Gemeinsamkeit, Fühlen, Denken und Handeln.

 

Der Habitus der Caniden, ist außer von den Größenunterschieden allen heutigen Hundeartigen recht ähnlich.

Sie haben ein ausgeprägtes starres Kiefergelenk, so das keine mahlenden Bewegungen möglich sind, jedoch das zerteilen von Fleisch und Knochen, kein Problem darstellten.

Sie haben ein ausgezeichnetes Dämmersehen das in der Nacht wie ein Restlicht Verstärker wirkt.

Die Zehen sind mit Krallen bestückt und somit auch als Waffen einsetzbar. Sie schützen jedoch auch vor Abnützungen.

Die Jungtiere kommen als Nesthöcker zur Welt und sind körperlich nicht vollständig entwickelt.

Ihr Körperbau ist schlank und muskulös, sie haben den Körper meist vollständig mit Fell überdeckt.

Die männlichen Tiere sind in der Regel grösser als die weiblichen Tiere.

Sie sind bekannt als schnelle und ausdauernde Läufer.

Trotz der Unterschiede in Farbe und Größe, sind alle dem Habitus ähnlich. So ist auch immer eine Ähnlichkeit mit dem Grundtyp Wolf vorhanden. Die Unterschiede sind in Rumpf, Schulterhöhe und Farbe.

 

Was heute auch ist, sind die vom Mensch gezüchteten Rassen. Leider musste so mancher Hund, mit seinem Aussehen strahlen und glänzen, dass er den Menschen gefällt.

(Ob es gesund ist? na ja, die Frage lassen ich jeden für sich beantworten!)

 

Viele Größenunterschiede waren mit dem unmittelbaren Lebensraum verbunden. So sind auch viele Körpermerkmale den Lebensbedingungen angepasst. So z.B. verschiedene lange oder kurzen Ohren, oder beim Eisfuchs das weiße Fell.

 

Der Kopf der Hundeartigen ist immer lang gestreckt.

Mit einer hervorstehender sehr gut funktionierender Nase.

Sie haben eine gute Gesichtsmuskulatur, die eine hoch differenzierte Mimik ermöglicht.

Auch sind die Ohren sehr beweglich und ermöglichen so die Funktion der Schallapparate, und der natürlich Kommunikation unter Artgenossen sind sie sehr dienlich.

Sie zeichneten sich besonders dafür aus, dass die Caniden durch ihre verschiedenen Jagdmethoden und ihr sehr angepasstes soziale Organisationssystem erfolgreich waren.

 

 

Der Biologe Charles Darwin interessierte sich besonders stark nach der Abstammung des Hundes. Er und die Haustierforscher sind heute der Meinung, dass alleine der Wolf der Stammvater des Hundes ist.

 

 

Wie kamen wir eigentlich auf den Hund?

 

Wie schon erwähnt interessierte sich Charles Darwin(1809 -1882)sehr um die Domestikation der Hunde. Er reiste mit dem Schiff auf seine Forschungsreise nach Südamerika und sammelte dort jede Menge von Materialien von verwanden Arten oder Rassen. Schnell wurde ihm bewusst, das die Auslese durch den Menschen stark beeinflusst wurde, er fand heraus, dass auch schon verschiedene Rassen gezüchtet wurden.

Er hatte viele Jahre in seine Arbeit investiert, bis er begriff, dass die Selektion in freier Wildbahn statt fand.

Der Konkurrenzkampf um Ressourcen, Nahrung und Geschlechtspartner, war bei den wild lebend Tieren extrem hoch. Im andauernder Kampf ums Überleben hatten die nicht so starken oder weniger geeigneten Tier keine Chance und gingen zu Grunde. Die Stärkeren überlebten und pflanzten sich fort. In freier Wildbahn sind daher auch Bastarde zwischen Wolf und Kojoten anzutreffen. Es ist anzunehmen, dass diese Verpaarungen bei völligem Notstand gemacht wurden. Die Tiere waren einzeln unterwegs, oder es gab nicht mehr genug von der jeweiligen Art. Mit den anderen Hundeartigen, wie Fuchs, Schakal, Pariahund, Hyäne sind die Verpaarungen nicht möglich, schon genetisch nicht. Auch ist eine Verpaarung durch den Mensch nicht möglich und auch nicht zu erzwingen.

 

Der Mensch und der Wolf:

 

Wie kam es wahrscheinlich zur ersten Zähmung eines Wolfes?

Die soziale Verwandtschaft mit dem Mensch ist naheliegend. Es wird gesagt, dass eine nicht zweckorientierte Aufzucht von Wolfswelpen durch Frauen stattgefunden hat. Frauen die ihr Kind bei der Geburt verloren hatten, aber trotzdem mit ihrer Milch klarkommen mussten, haben einen Wolfswelpen adoptiert und aufgezogen. Wahrscheinlich nicht zuletzt als Kinderersatz.

 

Der Wolf:

 

Weit bekannt ist, dass sich Wölfe aus Nordamerika anders verhalten, als z.B. Wölfe in Europa. Während die Wölfe in Nordamerika noch genug Platz haben, sich frei und unbeschwert zu bewegen, haben es die europäischen Wölfe erheblich schwerer.

Sie sind geprägt von der Scheu zum Menschen. Sie suchen sich meist einen Platz, mit sicheren Rückzugsmöglichkeiten. So haben sie auch gelernt, ihren Lebensraum erst dann zu nutzen, sobald die Menschen nichts sehen können, also Nachts, was nichts anderes heißt, diese Wölfe sind nachtaktiv.

 

Das Ausdrucksverhalten, sei es beim Hund oder Wolf, ist eine kommunikatives Mittel. Die jeweiligen Bewegungen und Körperhaltungen zeigen die momentane Stimmungslage deutlich. Was auch noch zum Ausdruck kommt, ist ihre soziale Kommunikationsfähigkeiten.

 

Das Chorheulen hat ebenfalls eine wichtige Bedeutung. Es dient dem Rudelzusammenhalt, und ist über eine weite Distanz zu hören. Auch das wieder eine Form der Kommunikation und der Orientierung.

Die soziale Rangordnung im Wolfsrudel ist wichtig.

Aus einer Rangordnung ergeben sich Folgschaften und Führung.

Doch nicht zu vergessen dabei ist, das es den allein bestimmenden Leitwolf nicht gibt. Entscheidungen werden immer im Rudel getroffen.

Ein Wolfsrudel ist abgesehen von den Abgängen geschlechtsreifen Wölfen, eine weitgehend geschlossene, soziale Einheit.

Wie hoch die Rudelgröße ist natürlich auch von der ökologischen Lage abhängig. Diese Randbedingung bestimmt auch die Population. Ansonsten ist eine hohe Flexibilität in Bezug auf die Größe des Rudels.

Auch zeigen die Tiere das sogenannte Fellriechen bei allen Rudelmitglieder. Da sich die Rudelmitglieder kennen, hat dies nicht die Bedeutung von Informationsgewinn, sondern es ist schlicht eine Kontaktaufnahme.

Charakteristisch für das stabile Verhältnis zwischen den Wölfen ist der gegenseitige Respekt vor den Rechten der anderen Mitglieder.

 

Hier habe ich nun ein paar Merkmale zur Ethologie gegeben. Ich weiß, es ist doch ein sehr trockenes Thema und wahrscheinlich nicht für jeden. Doch wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich auch ein wenig mit seinem Urvater und seiner Vergangenheit beschäftigen.

Ich werde in einem zweiten Teil noch mehr in die Ethologie gehen, aber dann mehr in Bezug auf Mensch und Hund.

Ein Welpe kommt zu uns

Eine Familie entscheidet sich einen Welpen anzuschaffen. 

Ein schöner Gedanke.

Sie suchen via Internet, gehen in ein Tierheim, lesen Inserate usw. 

Sie beginnen sich mit einem bestimmten Hund zu befassen, oder haben bereits eine Vorstellung davon, um welche Rase es sich handeln sollte. 

Der nächste Schritt, sie gehen gemeinsam zu einem Züchter oder dort hin wo sie ihren zukünftigen Hund herholen. 

 

Die erste Begegnung. 

Ich bin der Meinung, dass jeder sofort merkt ob die Chemie stimmt. Der Welpe kommt direkt und ohne zu zögern auf einen bestimmten Menschen zu. Er zeigt sich freudig und ist noch voller Übermut. Er leckt die Person ab und schmust mit ihm herum.

Alles ist noch in Ordnung, er ist immer noch in seiner Umgebung die er kennt und die ihm vertraut ist. Alle sind von diesem kleinen Kerl fasziniert und möchten ihn sofort mitnehmen. Ist übrigens ein normales Verhalten von uns Menschen.

Sollte dies noch nicht der Tag sein wo er von der Mutter getrennt werden darf, rate ich ihnen, sollte der Anfahrtsweg nicht zu weit sein, die Zeit zu nutzen und den Hund einige Male zu besuchen. Es macht es dem Hund später einfacher mit zu gehen.

 

Der Tag an dem er einzieht.

Sie können nun ihr neues Familienmitglied holen.

Jetzt geht es darum behutsam und aufmerksam zu sein. 

 

Versetzen sie sich kurz in den kleinen Hund.

Er kommt von seiner Mutter, seinen Geschwister, seiner gewohnten Umgebung weg. 

Er wird auf den Arm genommen, in ein fremdes Auto hinein das besetzt ist mit für ihn fremden Menschen. 

Er hat Angst und weiss nicht was passiert. 

Nach einer langen Autofahrt (Ansicht Hund) wird er auf dem Arm in eine für ihn fremde Umgebung (Wohnung) getragen. Womöglich sind noch Bekannte und Freunde eingeladen, um sich den Kleinen anzusehen. 

Schlimme Vorstellung. 

Die Reizüberflutung ist bereits in vollem Gange. 

Er weiss nicht wohin mit seinen Gefühlen und Ängsten. 

Vielleicht wird auch bald die Leine angelegt um Gassi zu gehen.

Für mich ist genau dies eine Horrorvorstellung. 

 

Wie geht man am besten mit einem Welpen um?

Ich bin der Meinung, das auch wenn ein Hund schneller erwachsen wird als ein Mensch, ein junger Hund auch als dieses angeschaut werden sollte. 

Ein junger Hund von zehn Wochen entspricht ungefähr einem zwei bis drei jährigem Kind.

Was genau trauen wir einem Kind in diesem Alter zu?

 

Ich appelliere hiermit an die Vernunft des Menschen. 

Wir holen den Hund, dass ist klar. 

Wir erzählen niemandem, dass der Welpe heute einzieht. 

Wir lassen ihn in der Wohnung herum laufen ohne ihn zu rufen, oder ihn anzufassen. 

Er soll sich vorsichtig umsehen, orientieren und später zur Ruhe kommen.

Wir beobachten ihn nur und sollte er sich versäubern, machen wir noch kein Aufsehen. 

Eine Decke auf den Boden legen und darauf sitzen und mal schauen was er macht. Kommt er zu ihnen, haben sie schon einen Schritt erreicht, was auch mit grosser Wahrscheinlichkeit geschehen kann. 

Spazieren ist noch nicht angesagt. Dem Hund reicht es völlig aus mit der Wohnung und den neuen Menschen klar zu kommen. Er muss sich erst einmal orientieren und sich zu recht finden. Er ist noch nicht zu Hause, noch nicht angekommen und er vermisst seine Mutter.

Unter einer guten Beobachtung verstehe ich auch:

Er hat lange geschlafen und steht auf. Sie können sicher sein, dass er Urin lassen muss. 

Sie tragen den Hund sofort aus der Wohnung und in der in nächster Umgebung an den Ort wo er sich lösen darf. Danach darf er, wenn er möchte an dieser Stelle ein wenig schnüffeln. So lernt er die nächste Umgebung kennen.

Dieser Hund braucht noch keine Spaziergänge, er wäre mit den Eindrücken der Umgebung noch gewaltig Überfordert. 

Lassen sie ihm Zeit.

Was sie haben ist Zeit, da Zeit zur Planung gehört, sobald man sich mit dem Gedanken einen Welpen anzuschaffen auseinandersetzt.

 

Sie können jeden Tag  die Zeit verlängern um mit ihm draussen zu sein, aber wirklich nur ums Haus in der allernächsten Umgebung. Nach etwa nach zwei Wochen können sie kleine Spaziergänge einplanen. Unter klein meine ich auch klein. Einmal die Strasse rauf und runter und dies nur die Strasse im Quartier. 

Danach sollten sie es im Gefühl haben, was sie mit ihrem Hund schon alles können, jedoch nicht allzu viel. Auch hier ist mein Leitfaden, lieber ein paar Mal am Tag aber immer nur kurz.

Hunde und vor allem Welpen brauchen ausgeprägte Ruhephasen. 

Lassen sie ihrem Hund die Ruhe die er braucht. Aktion kommt später noch mehr als genug. 

 

Versuchen sie sich in den Hund hinein zu versetzen, ihn zu fühlen und auf ihn einzugehen. 

Überforderung  kann Reaktionen hervor holen die dem Hund lebenslang schaden können. 

Ein ängstlicher oder hyperaktiver Hund ist am Schluss nicht angenehm zu halten. Sie würden sich zuletzt schwer damit tun. 

 

Aber der erste und der letzte der leidet, ist und bleibt der Hund.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spazieren an der Leine

Das spazieren gehen kann manchmal echt mühsam sein.

 

Viele Hundeführer haben Probleme mit ihrem Hund angenehm und entspannt zu spazieren.

Der Hund zieht an der Leine, er möchte jeden anderen Hund beschnuppern oder angreifen. 

Die Hundedamen sind manchmal noch mehr dominant als ihre männlichen Genossen.

Bei den Hündinnen handelt es um natürliches Verhalten, schliesslich haben die Frauen die Hose an und die Natur ist darauf ausgerichtet, dass sich die Rüden dem weiblichen Geschlecht unterwerfen.

Unter Rüden kommt es oft zu Stress weil sie sich beweisen wollen. Hier spielt auch das Testosteron (Hormon) eine wichtige Rolle. 

Dies ist einfach nur einmal zum verstehen erwähnt und um zu sehen wie die Rollen verteilt werden und welche Einflüsse es haben kann.

 

Also wie kann es funktionieren, dass es trotzdem möglich ist. einen entspannten Spaziergang mit unserem Hund zu machen?

Das ist die Frage die mit einem Internetartikel viele Hundehalter zum denken bewegt. 

Sie bietet einen Onlinekurs an und mit diesem sollte es möglich sein, dass der Hund nach zwei Wochen funktioniert.

Ich finde es recht amüsant. 

Diese Kurse werden übrigens gratis zur Verfügung gestellt aber bitte Vorsicht, lest die Kommentare dazu. Der erste Kurs kann per  Download herunter geladen werden und danach laut Kommentaren muss der nächste Download getätigt werden.  Am Schluss bezahlt man viel Geld dafür.

 

So nun zum eigentlichen Thema.

Schön und entspannt an der Leine gehen.

Hier gibt es verschiedene Trainingsmöglichkeiten. 

Ich beginne mit jedem Hund nach der Eingewöhnungszeit damit. 

Am Anfang ist das noch gar kein Problem.

Ein Welpe geht fast immer nahe an seinem Menschen, schliesslich ist er noch sehr unsicher und ängstlich. 

Genau hier ist es angesagt, an der Beziehung zu arbeiten.

Der Welpe will sich sicher und aufgehoben fühlen.

Geben sie ihm an dieser Stelle das Vertrauen, dass er noch sehr benötigt. 

Er beginnt mit ihnen in Interaktion zu treten.

Er schaut sie an, er dreht die Ohren in ihre Richtung und orientiert sich an ihnen.

Ich beginne damit, genau dieses Verhalten einzufangen und zu belohnen. Die Belohnung kann auf verschiedene Arten geschehen.

Ein liebes Wort, ein Leckerli angepasst an die Grösse des Hundes, oder einfach nur die Aufmerksamkeit.

Beobachten sie genau deshalb ihren Hund immer.

Er lernt damit, dass er immer eine Rendite hat sich in der Nähe seiner Bezugsperson aufzuhalten. 

Der Welpe wird mit jedem Tag ein bisschen mutiger. Er geht manchmal schon etwas vor seinen Menschen, was er zweifelsohne auch darf. Aber genau hier haben sie die Möglichkeit, den Rückruf zu üben. Lassen sie ihren Hund am Strassenrand schnüffeln und sich auch zu versäubern. 

Aber achten sie stets darauf, dass der Karabiner von der Leine hängend ist. 

Ein gestreckter Karabiner bedeutet Zug. Das ziehen an der Leine wird so schon programmiert.

Hier reagieren die meisten Hundehalter schon einmal falsch. Sie ziehen an der Leine um den Hund zurück zu nehmen.

Hier muss beachtet werden, dass Zug Gegenzug bewirkt, also ist ein Leinenruck kontraproduktiv.

Rufen sie ihn mit ruhiger und angenehmer Stimme zu sich. Auch motivierendes rufen kann angebracht sein. Kommt er, wird er sofort belohnt. Belohnung erfolgt verbal bereits bei der ersten Reaktion, damit er sein Verhalten und die Belohnung verknüpfen kann und ist er bei seinem Menschen, bekommt er noch mit sein Leckerli.

Die verbale Belohnung dient als Brückensignal.

Hier wird die verbale und rentable Belohnung geübt. 

Vergessen sie nicht, der Hund sollte zwischen der Zeit von 0.5 bis 2 Sekunden belohnt werden damit er sein Verhalten mit der Belohnung verbinden kann.

 

Beim Laufen:

Eine 3 Meter Leine zum Anfang ist meine Empfehlung.

Jetzt fragen sie sich warum. 

Mit der 3 Meter Leine kann man die Radiuskontrolle  ohne Leinendruck üben. 

Er kann, wenn möglich immer auf der gleichen Seite, selbständig laufen und seine Zeitung lesen, solange der Karabiner hängend ist.

Ist der Karabiner gestreckt kann ein Stop & go Training sehr erfolgreich sein. 

Der Hundeführer bleibt bei gestrecktem Karabiner einfach stehen und wartet, bis sich der Hund zum Menschen dreht und sich fragt, hei was geht ab. Kommt er einen Schritt zurück und lockert den Karabiner, geht es sofort weiter. Das ist die Belohnung für das lockern des Karabiners. 

Es wird nicht lange dauern kennt er dieses Training und weiss es auch umzusetzen. 

Hier kann auch sehr gut verbal belohnt werden.

Er hat einen bestimmte Distanz zum Hundeführer die er einhalten muss. 

Er lernt auf eigenen Beinen die Welt kennen. 

 

Es kommt auf die Haltung des Hundeführers an. 

Gehe ich in einer entspannten Körperhaltung, in dem Tempo die der Hund vorgibt, in die Richtung die er will, kann der Hund die Führung übernehmen.

Wir nehmen Rücksicht auf den Hund und seine Bedürfnisse und halten uns respektvoll an die Regeln.

 

 

Übernehmen wir die Führung, z.B. an einer befahrenen Strasse, beim überqueren von Strassen oder einfach weil es Zeit wird zurück zu gehen.

Unsere Körperhaltung wird straff und zielgerichtet.

Wir führen den Hund immer auf der gleichen Seite.

Die Leine wird kürzer gehalten, aber nicht straff. 

Der Karabiner bleibt hängend.

Wir haben eine klare und deutliche Kommunikation.

Ein deutliches Signal verbal, wie zum Beispiel Fuss.

Das Kommando wird immer im gleichen Tonfall und das gleiche Wort sein.

 

Zwischen 7 und 9 Monaten kommt der Hund in die Pubertät. 

Hier ist nun die Willenskraft des Hundeführers gefragt. Es ist wie bei den Kinder. Sie wollen ihre Grenzen abstecken und heraus finden wie weit sie gehen können. 

Nicht selten hat man das Gefühl sie haben die Ohren auf Durchzug gestellt. 

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, was Hänschen nicht gelernt hat...

Sollte der Hund nicht mehr abrufbar sein, lassen sie ihn nicht in ungesichertem Gelände von der Leine.

Geht er hier wieder stark in die Leine, nehme ich ein Leckerli in die Führhand, zum Bespiel links. Der Hund läuft auf der linken Seite und ich halte die Leine rechts. 

Am Anfang bekommt er so alle drei Schritte eine Belohnung.

Macht er diese Übung für zwei oder drei Mal Belohnung perfekt, beende ich die Übung in einer, immer positiven Stimmung. 

Diese Übung kann bei jedem Spaziergang gemacht werden.

Üben sie nicht zu lange am Stück dafür jeden Tag 3 -5 Mal und nicht länger als 3 -5 Minuten.

Kürzere Sequenzen haben bessere Nachhaltigkeit. 

 

Ist der Hund erwachsen und geschlechtsreif.

 

 

Ein Erwachsener Hund kann aus verschiedenen Gründen den Umgang mit Artgenossen verweigern. 

Ein Grund könnte sein, er hat schlechte Erfahrungen gemacht. 

Ein andere Grund kann die Kastration sein. 

Ein weiterer Grund kann Sympathie sein. 

Ein nächster Grund kann Dominanz sein.

 

Was kann gemacht werden sobald wir bemerken, dass der Hund nicht sehr umgänglich ist.

Eine Art von Training kann das Pendeltraining sein.

Was verstehen ich darunter. 

Als guter Hundeführer laufe ich vorausschauend. 

Sobald ich einen Hund auf uns zu kommen sehe, beginne ich zu pendeln. 

Eine Rechtskurve, eine Linkskurve usw.

Dazu führe ich ihn wie oben erwähnt. 

Den Hund links, die Leine rechts,

In der Hand ein Leckerli das er immer erhält solange er bei mir ist.

Bei mir zu sein heisst, er dreht den Kopf zu mir und ist aufmerksam. 

 

Ein anderes Training ist,

Ich mache mit meinem Hund einen Anstandsbogen.

Das heisst, Hunde die nicht mit anderen Hunden zusammen sein wollen halten von selber einen gewissen Abstand ein. 

Deshalb fokussiere ich mich darauf, die Distanz die der Hund braucht auch einzuhalten. 

Auch bei dieser Übung achte ich darauf, dass ich das Interessanteste bin für den Hund.

Auf Strassen kann auch ein Seitenwechsel sehr begrüsst werden. 

Achten sie darauf, dass der Hund auf sie schaut, den Blickkontakt kann provozierend sein.

 

Ein weiteres Training.

Wir bleibe stehen, der Hund macht ein Sitz und wartet in ruhiger Stimmung bis die Begegnung vorbei ist. 

Der Mensch achtet darauf, dass der Hund den Blickkontakt vermeidet.

Wenn er schauen will, unterbrechen wir den Blickkontakt.

Wir stehen vor den Hund und bestätigen ihn dafür, dass er gewillt ist sich auf uns mit Leckerli zu konzentrieren.

 

Wie bin und bleibe ich als Hundeführer interessant?

Ein Hundeführer bleibt interessant weil er nicht langweilig ist.

Beim Hundeführer ist es spannend.

Der Hundeführer hat immer irgend etwas im Gepäck, ein Leckerli, ein Spielzeug oder eine Idee.

Seine Motivation ist auch immer mit an Bord.

 

Spiel, Spass und Sport. (Seitentitel)

Durch kleine Sequenzen Hundesport (Übungen) 

Spiel, das lösen von der Arbeit durch ein beliebtes Spiel.

Spass mit seinem Menschen zu haben.

 

 

Sollten Sie noch eine Frage oder Anregung  haben, schicken Sie mir eine E-Mail. 

Ich werde Ihnen gratis Antworten.