Welpe fördern und fordern. Angepasste Training

Das Training mit einem Welpen erfordert viel Zeit und Geduld.

Der Welpe versteht keine Sprache.

Der Welpe muss lernen zu verstehen, was sein Mensch von ihm will.

Der Welpe ist noch sehr unerfahren und muss deshalb sehr behutsam in sein Leben geführt werden, damit aus ihm ein selbstbewusster Hund wird.

Jeder Welpe sollte gefordert und gefördert werden, einfühlsam und mit gutem Training

Mit sehr viel Empathie und Geduld muss der Hundeführer auf den Welpen eingehen.

Wie schon erwähnt, kennt der Hund unsere Sprache nicht. Aber er ist sehr schnell im lernen. Auch die Körpersprache der Menschen kann ein Hund gut lesen und auch interpretierten. 

Damit ein Welpe diese Eigenschaft erringen kann, muss der Hundeführer im Training lernen, dem Welpen die richtigen Impulse zu geben, damit der Welpe die Möglichkeit hat, die richtige Handlung zu zeigen.  Nur so hat der Welpe die Chance, seinen Menschen mit der Zeit, richtig zu verstehen und zu interpretieren.

Die Prägungszeit erfolgt bei der Mutter der Welpen

Welpen kommen nach 2 Monaten Trächtigkeit sehr unfertig zur Welt. 

Sie brauchen die Mutter vollumfänglich.

Die Augen sind geschlossen.

Die Sinne noch nicht ausgebildet bis auf das fühlen der Zitzen mit dem Mund.

Eine fast rundum Versorgung ist unabdingbar.

Mit dem 10. Lebenstag öffnen die Welpen ihre Augen. Das sehen ist jedoch noch stark eingeschränkt.

Ab der 3. Woche beginnen die Welpen aktiv herum zu krabbeln. Das sehen ist auch schon etwas besser und die Sinne werden auch langsam entwickelt.

Ungefähr ab der 5 Woche beginnt der erste Versuch der Futteraufnahme. 

Die Welpen sind teilweise schon sozialisiert, auf Geschwister und Mensch. Sie kennen den Mensch vom Züchter her weil dieser die Hunde versorgt und meist mit der Hundemutter eine Verbindung      steht.

Nach 8 Wochen werden die Welpen von der Hündin entwöhnt. Sie dürfen nicht mehr so oft an die Zitzen und auch das Bettelverhalten wird aktiv entwöhnt. 

Eigentlich möchte die Mutterhündin wieder vermehrt ihr Ruhe haben.

Ab diesem Alter sind die Welpen, frühsten Vermittelbar.

Ein kleiner Welpe kann von dem neuen Besitzer abgeholt werden. 

Der Welpe versteht die Welt nicht mehr.

Auch wenn für den Welpen Geld bezahlt wurde, fühlt sich der Welpe doch fremd.

 

Ob Welpe oder ein Hund aus dem Tierheim, Umzug bedeutet Stress

Jeder sollte einmal für sich ganz alleine, sich in die Lage eines Welpen versetzen und darüber nachdenken, wie es wohl dem kleinen Hund geht und was er gerade fühlt.

 

Weg von der Mama, weg von den Geschwister, weg von den bekannten Menschen, weg von der Umgebung die ihm vertraut war. 

Ein Meilenstein und Schock pur.

Neue Menschen die den Welpen tragen und mit Liebe überschütten.

Mit diesen Menschen in ein unbekanntes Auto.

Fazit: neue Menschen, neues Auto. 

Nun geht es los. Das Auto beginnt zu fahren, aber wohin nur.?

Irgend ein fremder Mensch, für den Welpen, hält ihn im Arm. Er versucht zwar sein Bestes zu geben, spricht mit dem Hund und versucht ihn zu trösten.

Damit aber nicht genug:

Nach einer langen Fahrt ins nirgendwo für den Welpen, "zu Hause " angekommen. 

Ja, zu Hause. Dieses zu Hause ist der Menschen ihres zu Hause, nicht aber dem Welpen.

Er hat ja gerade alles verloren.

Vielleicht haben die neuen Besitzer des Hundes noch alle informiert, dass der Welpe heute Einzug hat und es kommt noch unwahrscheinlich viel Besuch.

Was für ein Desaster.

Der Hund leidet an einer kompletten Reizüberflutung.

Bitte nicht so!

Der Welpe ist abholbereit und wechselt somit auch sein Rudel

Der junge Hund ist abholbereit. Natürlich dürfen sich alle Familienmitglieder freuen, dass soll auch so sein. 

Aber trotz allem, möchten doch alle nur das Beste für den kleinen Hund.

Der erste obenerwähnte Abschnitt bleibt so oder so gleich für den Welpen. 

Weg von allem vertrauten und hinein in die Ungewissheit.

 

Doch was kann der neue Hundebesitzer selber steuern?

 

  • Erstmal Ruhe bewahren, Unruhe wird auf den Hund übertragen.
  • Die Autofahrt, wenn sie lange ist, sollte mehrmals unterbrechen werden. Was nicht heisst, mit dem Welpen gross spazieren gehen, nur kurz beim Auto verweilen.
  • Zu Hause angekommen, den Welpen auf den Boden setzen und beobachten.
  • Nicht unnötig bedrängen. Er soll in Ruhe seine neue Umgebung anschauen.
  • Besuch vermeiden. Keine Bekannten über den Einzug des Welpen informieren. Es genügt, wenn der Welpe neue Menschen per Zufall trifft, so kommen nicht alle auf ein Mal.
  • Am ersten Tag sollte abgewartet werden, bis der kleine Hund den Kontakt zur Familie selber aufnimmt, den so zeigt er Bereitschaft zum kennenlernen.
  • Training beginnt auch nicht am ersten Tag. 
  • Am ersten Tag wird lediglich nur beobachtet, ob der Welpe sich versäubern muss.

So, dass sind nun die wichtigsten Informationen zum ersten Tag. 

Mit Gefühl und Verständnis werden Welpen in das Leben begleitet. Kleine Sequenzen von Training werden sofort eingebaut

In den ersten zwei Wochen ist es nicht notwendig den kleinen Hund spazieren zu führen. Der Welpe hat noch genug zu tun, die neue Wohnung kennen zu lernen und die angrenzende Umgebung, sprich Garten. Auch die Menschen kennt er noch nicht, auch damit ist er beschäftigt.

Kommt einmal Besuch, kann er einzeln begutachtet werden, was für den Welpen auch nicht unbedingt Überforderung heisst.

Den Besuch anweisen, wie er mit dem Welpen umzugehen hat.

In diesen zwei Wochen kann jedoch bereits ein wenig an den Grundkommandos gearbeitet werden.

Auch das versäubern kann und muss täglich geübt werden, und muss auch jedes Mal positiv verstärkt werden.

Ganz sachte und mit viel Gefühl wird der Welpe in die Familie integriert.

 

Nach zwei Wochen können die Spaziergänge langsam erweitert werden. Einmal die Strasse rauf und wieder runter.

Treppen hoch sollte der Hund noch nicht alleine gehen. 

Aktiv kann man jetzt mit dem Training beginnen.

 

Die Welpen erlernen mit angepasstem Training ein Sitz, Platz und Warten, wie an der Leine laufen. Diese Form von Training gebe ich zusammen mit einem Skript beim ersten Hausbesuch

Was ist gemeint mit aktivem Training?

In dieser Zeit kann dem Welpen ein Sitz beigebracht werden. Dies jedoch nicht indem auf die Kuppe gedrückt wird. 

Wir halten ein Leckerli dem Hund vor die Nase, so das er es nicht gleich fressen kann.

Mit der Hand über dem Kopf des Hundes fahren, so das er mit den Augen folgen kann,  der Welpe wird dem Leckerli folgen und durch das nach hinten ziehen, landet er automatisch auf dem Po.

Diese Übung wird so lange gemacht, bis der Welpe die Haltung des Hundeführers kennt. Kennt der Welpe diese Übung und wurde immer sofort belohnt, wird er ein Sitz sehr bald selbständig zeigen, sobald die Hand über seinen Kopf gezogen wird. 

 

Auf diese Weise funktioniert ein Training mit dem Welpen. 

 

Weitere Infos zum Training mit dem Welpen gebe ich persönlich ab.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.